Fressverhalten

Rennmäuse haben einen sehr schnellen Stoffwechsel.

Dieser ist auf energiearmes Futter ausgerichtet.

Durch denn raschen Stoffwechsel muss die

Rennmaus täglich Futter zu sich nehmen.

 

Energiearme Zutaten gehören zum täglichen Speiseplan der Mongolischen Rennmaus.

 

Beifuss (Artemisia sieversiana) stellt die Hauptnahrungsquelle freilebender Mongolischer Rennmäuse dar. Daneben fressen sie verschiedene Gänsefußgewächse (z.B. Salsola collina), grüne Borstenhirse (Setaria viridis) sowie den zu den Süßgräsern zählenden Strandroggen (Leymus chinensis). Daneben graben sie Wurzeln aus und erbeuten verschiedene Insekten, um ihren Bedarf an tierischem Eiweiß zu decken. Für die trockenen und kalten Wintermonate legen die Rennmäuse Vorräte an, wobei Untersuchungen ergaben, dass sie dabei vor allem die Samen von Leymus chinensis in ihren Bau eintragen.

(Quelle http://herz-fuer-tiere.de/ratgeber-tier/kleinsaeuger/maeuse/verhalten-beschaeftigung/verhalten-von-mongolischen-rennmaeusen)



Tragende oder säugende Rennmäuse haben einen deutlich höheren Energieverbrauch, daher ist hier die Zufütterung von eiweißhaltigem Futter sehr wichtig.


Die tägliche Futtersuche

Eines der Hauptbeschäftigungen der Mongolischen Rennmaus ist die Futtersuche.

Hierbei legen wildlebende Rennmäuse mehrere Kilometer am Tag zurück.

Um in der Aktivitätsphase bei Heimtieren keine Langeweile aufkommen zu lassen, sollte man das Futter im Einstreu verteilen und beispielsweise Leckereien in Röhren oder Höhlen verstecken.

Ein Napf sollte nur als Wasserquelle angeboten werden!

 


Fressverhalten

Wurde auf Erkundungstour eine besondere Leckerei gefunden, wird Diese sofort in ein sicheres Versteck gebracht, um ihn alleine zu verspeisen.

Begegnet eine Rennmaus dabei einen Artgenossen, wird Diesem der Rücken zugewandt.

Wird dennoch versucht die besondere Leckerei zu stibitzen, wird der freche Artgenosse mit den vorderen Pfötchen geboxt und zur Seite gedrängt.

Dabei kann man oft aufgeregtes Quieken wahrnehmen.

 

Rennmäuse wenden und drehen gefundene Sämereien und Körner blitzschnell in ihren Pfoten, nebenbei wird mit den Schneidezähnen die Schale entfernt und die leckere Zutat verspeist.

Die messerscharfen Zähne können somit locker durch jegliche Hülle dringen.

Futterbiss

Zum natürlichen Fressverhalten gehört auch der sogenannte Futterbiss.

Der Futterbiss dient dazu, unbekannte Dinge auf ihre Fressbarkeit auszutesten.

So wird beispielsweise vorsichtig in ein Blatt gebissen und eine Zeit abgewartet, tritt nach einiger Wartezeit keine gesundheitliche Verschlechterung auf, wird mehr probiert.

 

Toxische Pflanzen die nicht schon durch ihren Geruch abschrecken, werden durch die Bitterkeit Rennmäuse abschrecken, mehr aufzunehmen. 

Experimente sollte man zu Hause jedoch nicht machen, denn Heimtiere haben, bei nicht regelmäßiger Gabe von Frischfutter, gerade bei Pflanzen das natürliche Selektionsverhalten oftmals verlernt. Auch durch falsche Haltung oder Erkrankungen kann es zu einer Fehlselektion kommen, daher sollte man nur das verfüttern was auch sicher ungefährlich für die Rennmaus ist.

Mehr zum natürlichen Selektionsverhalten <-- könnt ihr unter entsprechendem Thema erlesen!

 

 

Der Futterbiss wird auch gerne beim Menschen gemacht.

Insbesondere Jungtiere die noch nicht viel Erfahrung mit der menschlichen Spezies haben, kann es zu einem Futterbiss kommen.

Der Futterbiss ist nur ein leichtes Zwicken und tut nicht weh.