Nagetrieb

Rennmäuse gehören zu den Nagetieren und sie machen diesem Namen alle Ehre.

Um den Nagetrieb besser verstehen zu können, hilft ein  kurzer Blick auf die Zähne und deren Funktion.


Rennmäuse gehören zu den Nagetieren und genau diesen Namen machen sie alle Ehre.

Rennmäuse besitzen insgesamt 16 Zähne, vier davon sind Schneidezähne die zum Nagen dienen.

 

Die Nagezähne sind leicht nach innen gebeugt und verlaufen parallel zueinander.

 

Die sogenannten Nagezähne wachsten stetig nach, sie hören bei keiner gewissen Länge auf zu wachsen und würden im schlechtesten Fall, die Rennmaus bei der Nahrungsaufnahme verhindern.

Auch habe ich durch einen damaligen Notfall die schlimmste Form einer Verwachsung gesehen.

Die unteren Schneidezähne ragten durch den Oberkiefer.

Eine solche Verwachsung muss unsagbar schmerzhaft sein!

 


Rennmäuse haben einen ausgeprägten Nagetrieb damit es zu keinen schlimmen Verwachsungen kommen kann.

Als Halter ist es daher sehr wichtig, Nagematerial anzubieten.

Und auch die richtige Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle.

 

Als Nagematerial eignet sich Pappe, Rindenmulch, Heu, Stroh, Holz, Äste und Zweige, Weinreben, Kaffeeholz, Korkröhren und vieles Mehr.

 Da der Nagetrieb auch bei Einrichtungen keinen Halt macht, ist Plastik ungeeignet.

Unter dem Thema "Geeignetes Inventar" wird unter Anderem Zubehör vorgeschlagen, was zum benagen ausgesprochen geeignet ist, da es durch die Materialbeschaffenheit nicht zerstört werden kann.

 

Harte Zutaten und auch Kräuter dienen für einen gesunden Schneidezahnabrieb. Mehr zur Ernährung erfahrt ihr unter dem entsprechenden Thema.


Indikationen für zu lange Zähne

Mit dem Alter, nimmt auch oft der Nagetrieb ab. Jedoch verlangsamt sich der Wachstum der Schneidezähne nicht.

Daher ist es wichtig, die Zähne älterer Tiere des Öfteren zu kontrollieren. 

 

Sind die Zähne bereits zu lang, erkennt man dies recht schnell am Verhalten.

Pappe oder Äste werden langsamer oder gar nicht mehr zerlegt.

Unter Anderem werden oft harte Zutaten liegen gelassen .

Ein weiteres Zeichen ist ein rasanter Gewichtsverlust.

 

Tritt bei jüngeren Rennmäusen dieses Problem auf, ist dies oft die Folge einer Zahnschiefstellung.  Hier muss ein fachkundiger Tierarzt aufgesucht werden, der die Zähne regelmäßig kürzt.

 

Besonders beliebt sind Papprollen. 

Danke für das Foto, Annika - Sporch-Renner