Schlafverhalten

Danke für das Foto Annika - Sporch Renner.

 

Rennmäuse haben einen anderen Rhythmus wie wir Menschen.

Laut Studien haben Menschen einen Rhythmus von 12 Stunden.
Rennmäuse hingegen einen Rhythmus von ca. 4 Stunden

Sie sind somit Tag- und Nachtaktiv.

 

In der Heimtierhaltung sollte Dies bedacht werden, denn auch in der Nacht wird gescharrt, genagt und Rennmaustypische Dinge getan.

 

 



Rennmäuse schlafen in der Natur in unterirdischen Höhlen, die sie im Winter vor Kälte und im Sommer vor extremer Hitze schützen.

In der Heimtierhaltung kann man des Öfteren verschiedene Verhaltensmuster beobachten.

So wird je nach Raumtemperatur, nicht nur unterirdisch oder in Verstecken geschlafen.

Insbesondere im Hochsommer wird das Nest auch gerne auf erhöhten Ebenen errichtet.

 

 

Rennmäuse schlafen in der Regel zusammen.

In sehr warmen Tagen kann es für kurze Zeit auch mal getrennte Schlafplätze geben.

Aber Achtung, getrennte Schlafplätze können auch auf Probleme in der Rangordnung hindeuten, hier gilt gutes Beobachten.


Nistmaterial

Das Nest kann an den verschiedensten Orten sein.

Die natürlichste Form ist ein Nestbereich der sich unteriridisch befindet.

In der Heimtierhaltung wird dennoch gerne Verschiedenes als Nest angenommen.

Daher ist es wichtig, verschiedene Möglichkeiten anzubieten. Unter dem Thema " Geeignetes Inventar" findest du Anregungen. 

 

Als Nistmaterial ist besonders Heu, Stroh, gereinigtes Moos, Papierwolle, Baumwolleinstreu, Toilettenpapier oder Papierstreifen von Küchenrollen und alles was weich und gut isoliert, beliebt.



Der Schlafbereicht der Rennmaus, dient gleichzeitig als sicherer Rückzugsort.

Damit das Sicherheitsgefühl bestehen bleibt, sollte man Rennmäuse aus solchen Bereichen nicht herausdrängen. Dies zerstört schnell Vertrauen und sorgt für unnötigen Stress.


Jungtieraufzucht und Nestbau

Ein tragendes Weibchen beginnt einige Tage vor der Geburt mit dem Nestbau.

Dabei trägt sie alles Brauchbare in ihr ausgesuchtes Versteck.

 

Sind Jungtiere geboren, kann es vorkommen das andere Gruppenmitglieder aus dem sonst gemeinsamen Nest vertrieben werden und sich einen getrennten Rückzugsort suchen müssen.

In manchen Fällen dürfen sie nach einigen Tagen aber wieder in das gemeinsame Nest. 

 

Das Muttertier sorgt stets für Sicherheit ihrer Jungtiere. So wird das Nest direkt nach dem Verlassen sorgfältig zugebuddelt und mit der Nase nochmal gefestigt.

 

Fremde Gerüche am Nest oder an den Jungtieren können dazu führen das ein neuer Nistplatz gesucht wird.

Im schlechtesten Fall sorgt eine solche Desorientierung dazu, das die Jungtiere vom Muttertier oder anderen Gruppenmitgliedern getötet werden.

Daher gilt, bei einer Nistkontrolle stets Vorsicht walten zu lassen.

Bestenfalls lässt man das Muttertier und Nachkommen für die ersten Wochen in Ruhe.

Sobald die Äuglein geöffnet sind, werden Jungtiere und Muttertier gemeinsam auf Erkundungstour gehen.