Trommeln

Rennmäuse verständigen sich auf unterschiedliche Weise.

Unter Anderem durch Trommelsignale

 

Die Rennmaus trommelt in gleichmäßigem Tempo mit ihren Hinterläufen auf dem Boden.

 

Die Übertragung der Trommellaute verursacht einen "Trittschall", dies ist eine Vibration die über den Untergrund übertragen wird.

Durch die Vibration gelangt dieser Schall zu anderen Gruppenmitgliedern.

 


Das Trommeln wird dann eingesetzt, wenn die Rennmaus erregt ist. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben.

Trommeln bei Gefahr

Ein plötzlich auftauchender Schatten oder unbekannte Gerüche, werden bei Fluchttiere als "Gefahr" eingestuft. Die Rennmaus, die eine Gefahr entdeckt, beginnt sofort mit dem Trommelsignal.

Meistens wird sich dabei aufgerichtet , so kann die Umgebung besser war genommen werden.

Nähert sich die Gefahr oder ist eine schnelle Schattenbewegung zu erblicken, verschwindet auch die letzte Rennmaus blitzartig.

 

In der Natur gehören beispielsweise Raubvögel zu den Fressfeinden, was die Alarmbereitschaft bei einem schnellen Schatten erklärt.

 

 

Auch in der Heimtierhaltung kann manchmal ein ganzes Trommelkonzert war genommen werden

Interessant ist die Weitergabe bei verschiedenen Gruppen, so wird das Signal auch über mehrere fremde Gruppen, in unterschiedlichen Gehegen weitergegeben.


Der Mensch als Auslöser

Rennmäuse sind Fluchttiere. So kommt es auch in der Heimtierhaltung vor, das beim Auftauchen eines Menschen, direkt getrommelt wird und die Rennmäuse dann blitzschnell verschwinden.

Jedoch kann man hier etwas entgegenwirken.

Rennmäuse sind recht schnell an immer wieder kehrende Abläufe zu gewöhnen.

Das heißt mit etwas Geduld und immer wieder gleichen Abläufen, kann man als Halter etwas entgegenwirken.

 

Rennmäuse müssen sich vorerst an deinen Geruch und Wortlaut, sowie das Erscheinen am Gehege gewöhnen.

Mit etwas Geduld werden sich deine Rennmäuse daran gewöhnen, das du vor dem Gehege stehst.

Langsame Bewegungen spielen hierbei eine wichtige Rolle. 

Schnelle Bewegungen führen zu einem Auslösen des Fluchtinstinkt. 

 

Auch unbekannte Stimmen können für ein sofortiges Verschwinden sorgen, so kann es passieren das bei Besuch die Rennmäuse blitzartig verschwinden, da Rennmäuse aber sehr neugierig sind, wird irgendwann eine Nase aus dem Einstreu ragen, sind dann keine raschen Bewegungen wahrzunehmen, wird Entwarnung gegeben.


Paarung

Ein Paarungsbereites Weibchen lockt durch leise Trommellaute, das Männchen zu sich.

Männchen antworten mit einem kurzen Trommellaut und folgen dann dem Weibchen.

 

Dieser Trommellaut ist leiser und kürzer als bei einem Warnsignal.



Fremder Artgenosse

Begegnen sich zwei fremde Rennmäuse, wird ebenfalls getrommelt.

Dieses Signal kann Angst oder Dominanz ausdrücken.

Das Signal  soll hier für Abstand sorgen.

Wird die Distanz nicht verringert, kann es zu einem Kampf kommen.

 

Auch kann ein Mensch angetrommelt werden, wenn er seine Hand im Gehege hat oder gar Rennmaus in eine Ecke drängt.

Auch hier wird der Mensch vor dem näherkommen gewarnt. Hier sollte man die Rennmaus lieber in Ruhe lassen und sie nicht weiter bedrängen, ansonsten kann es zu einem schmerzhaften Biss in die Hand kommen.

 

Bei einer Vergesellschaftung von sich zwei fremden Rennmäusen, sollte man auf solche Signale achten.

Wird sich nach dem Trommellaut aus dem Weg gegangen, ist dies ein gutes Zeichen.

Wird sich nach dem Getrommel jedoch quer gestellt, groß gemacht oder gar mit dem Schwanz gewädelt, kann es zu einem Kampf kommen.