Insektenfütterung

Ebenso wie Saaten und Frischfutter, gehört die Fütterung von Insekten, zur artgerechten Ernährung der Rennmaus.

In freier Wildbahn werden Insekten und Larven gefressen.

Tierische Proteine sind sehr wichtig und dürfen somit auch nicht bei Rennmäusen, die in Gefangenschaft leben, fehlen.

 

Zur Fütterung eignen sich,

Mehlwürmer, Seidenraupen, Grashüpfer, Buffalowürmer, Pinky-Maden oder Gammarus

 

 



Ob ihr die Insekten lebendig oder getrocknet verfüttert ist egal.

Was bei der Trocknung lediglich verloren geht, ist der Wassergehalt.

 


Haltung von Mehlwürmern

Zu Kaufen sind Mehlwürmer im Handel in kleinen  Plastikbehältnissen.

Mehlwürmer setzten regelmäßig Kot ab. Daher ist es empfehlenswert die Mehlwürmer in ein größeres Gefäß unter zu bringen.

 

Wir können eine Haltung in einer sogenannten Faunabox empfehlen. Diese gibt es in verschiedenen Größen im Zoofachhandel zu kaufen.

 

In diese Box füllt man Sand hinein und eine obige Schicht mit Haferflocken. Alle 14 Tage kann man den Sand aussieben und somit das kleine Mehlwurmgehege reinigen und so für eine hygienische Haltung sorgen.


Larven, Puppen und Arten

Möchte man das Verpuppen der Mehlwürmer vermindern sollte man sie in ein Raum stellen wo es angenehm kühl ist.

Nach ca. 3 Wochen werden aus Puppen kleine Käfer. Keine Angst, diese Käfer haben zwar Flügel aber können nicht fliegen.

Die Käfer sollte man dennoch nicht anfassen da sie eine stark riechende Substanz ablassen um sich vor Fressfeinden zu schützen.

 

Hat man Männliche (dunkle Käfer) und Weibchen (helle Käfer) hat man auch schnell kleine Eier, diese sind aber eher schwer zu finden, eine richtige Mehlwurmzucht lohnt sich erst wenn man viele Würmer und viele große Boxen hat ;) aber dennoch ist die Entwicklung doch sehr interessant vom Wurm zum Käfer.

 

Wer keine Käfer haben möchte sollte die Puppen raussortieren, diese werden auch oft von der Rennmaus gefressen oder man legt sie auf die Terrasse für die Vögel ;).

Wichtig hierbei wäre auch noch zu erwähnen das Käfer oder lebende Mehlwürmer nicht ausgesetzt werden dürfen da Diese als Schädlinge gelten.

 

Es gibt im Handel verschiedene Mehlwürmer zu erwerben.

Der normale Mehlwurm und der große Mehlwurm ( Zophopbias).

Die Zophobias tragen den Irrglauben man müsse den Kopf vor dem Verfüttern zerdrücken da sie starke Kiefer haben und sich angeblich im Magendarmtrakt verbeissen. Dieser Mythos ist aber mitleerweile wiederlegt worden.

Sie haben zwar starke Kiefer aber die Rennmaus ernsthaft verletzen können sie nicht.

 

Ob lieber die kleinen Mehlwürmer gefressen werden oder die Zophobias muss man austesten.

 


Fütterung der Mehlwürmer

Im Zoofachhandel erworbene Mehlwürmer sollten vor der Verfütterung noch etwas gepäppelt werden.

Als Dauerangebot sollte Haferflocken angeboten werden.

Da Mehlwürmer auch Wasser benötigen sollte man frisches Gemüse anbieten.

Gurke, Salate und Tomate werden gerne gefressen.

 

Mehlwürmer fressen eigentlich so gut wie alles.

Man sollte hierbei jedoch beachten das Alles was in den Mehlwurm geht, hinterher in unsere Rennmäuse landet.