Augenentzündungen

Augenentzündungen entstehen durch eine Infektion mit Viren und Bakterien.

Aber auch unspezifische Augenentzündungen können auftreten.

Je nachdem, welche Bereiche des Auges betroffen sind, werden verschiedene Krankheitsbilder unterschieden.

Rennmäuse haben am häufigsten Entzündungen an der Bindehaut, Hornhaut oder Augenlid. Da Augenentzündungen auch einen schweren Verlauf nehmen können, sollte bei einer Veränderung am Auge oder um die Haut herum, immer ein Tierarzt aufgesucht werden.

Erkennung

Augenentzündungen lassen sich leicht erkennen,  häufig wird deutlich mehr Sekret von der harderschen Drüse produziert. Dieses Sekret wird im Augenbereich gebildet und fließt über die Augen und die Nase ab, sodass bei einer Entzündung rund um das Auge Verklebungen, Verkrustungen oder nasse Stellen zu finden sind.

Im weiteren Krankheitsverlauf fehlt oftmals Fell rund um das Auge, es wirkt geschwollen und rötlich.

Bei einer Bindehautentzündung kratzt sich das Tier die Haut rund um das Auge herum kahl.

 

Achtung, auch ein Befall mit Endoparasiten kann einen starken Juckreiz und Reizungen am Auge hervorrufen, lassen Sie immer auch den Kot der Tiere untersuchen.

 

Ein geschlossenes Auge muss nicht direkt auf eine Erkrankung hindeuten, oft sehen Rennmäuse direkt nach dem Aufstehen aus wie kleine Piraten, nach der ersten Putzeinlage ist das vorher geschlossene Auge jedoch wieder geöffnet.

 

Vermehrter Sekretausfluss kann unter Anderem auch auf Stress hindeuten, achten Sie auf eine artgerechte Haltung.

Behandlung

Beobachten Sie bei einer Rennmaus über mehrere Tage Veränderungen am Auge, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.

Liegt eine bakterielle Bindehautentzündung vor wird der Tierarzt in der Regel eine antibiotische Augensalbe oder Augentropfen verschreiben.

Liegt eine Verletzung vor wird Diese vom Tierarzt mit einer Kochsalzlösung gereinigt und ebenfalls antibiotische Augentropfen oder Salben verschrieben.  Gute Erfahrungen wurden mit Gentamycin Tropfen gemacht.

Empfohlen wird, auch nach Abheilung zwei bis drei Tage die verschriebenen Augensalben oder Tropfen weiter zu verwenden.

 

Schreiben Sie sich den Behandlungsplan, der Ihnen vom Tierarzt genannt wird genau auf, so vermeiden Sie eine Fehlbehandlung. Gerade im Streß vergisst man schnell welche Dosierung täglich verabreicht werden sollte.

 

Medikamente verabreichen

Augensalben sind in der Anwendung an die Rennmaus meistens etwas schwierig. Die feste Salbe löst sich schwer von der Tube, sodass man ein sehr geduldiges Tier haben müsste, denn die Salbe sollte sich selbst von der Tube lösen um Verunreinigungen zu vermeiden.

Ich habe von daher bessere Erfahrung mit der Behandlung mit Augentropfen gemacht.

Diese sind leichter in das entsprechende Auge zu tropfen und das Tier ist schneller wieder entlastet.

Beachten Sie jedoch das die Tropfen direkt in das Auge müssen und nicht nur auf das Augenlid.

Bestenfalls verabreicht man die Tropfen zu Zweit, einer fixiert die Rennmaus und der andere verabreicht die Tropfen.