Pilzinfektion - Mykose

Pilzinfektionen gehören zu den Zoonoseen, dies bedeutet das auch Menschen sich anstecken können.

Bei einem Verdacht auf eine Mykoseerkrankung sollte das entsprechende Tier nur mit Handschuhen angefasst werden und schnellst möglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

Bei der mongolischen Rennmaus tritt am häufigsten Trichophyton mentagrophytes (Glatzflechte) auf.

Vor allem Tiere, die unter schlechten Bedingungen in feuchten Gehegen gehalten werden, sind oft betroffen. Ein schlechter Ernährungszustand setzt die Widerstandskraft gegenüber Infektionskrankheiten herab und öffnet so Tür und Tor für den Trichophyton.

Aber auch Stress in der Gruppe, falsche Einstreu, Sand oder feuchtes Heu, Parasitenbefälle, immunschwache Tiere (vor allem alte und sehr junge Rennmäuse) und mangelhafte Ernährung begünstigen einen Pilzbefall.

In vielen Fällen reicht das Erscheinungsbild der Haut aus, um eine Verdachtsdiagnose zu stellen.

Zur Diagnosesicherung ist das Zupfen der Haare aus dem veränderten Bereich von Bedeutung. Diese brechen leicht ab und können ohne großen Widerstand gezupft werden.

 

 

Bei einer Pilzinfektion treten häufig kreisrunde, haarlose Stellen am Körper auf.

Bei der Mongolischen Rennmaus treten häufig im Anfangssstadium, direkt an der Schnauze oder an den Ohren kahle Stellen auf. Bei fortgeschrittener Erkrankung findet man kahle Stellen ebenfalls am Bauch und Rücken.

Behandlung

Eine Behandlung  wird in der Regel, nachdem die Erreger-Kultur entnommen wurde, von einem Tierarzt eingeleitet.

Je nach Schwere der Erkrankung und dem Risiko für den Halter wird nur eine oberflächliche Behandlung mit z.B Clotrimazol Creme eingeleitet und häufig mit Desinfektionsmittel zur Umgebungsbehandlung, ergänz.

Mykosen sind sehr hartnäckig, insofern sollte die Behandlung mindestens 3 Wochen dauern.

Der Tierarzt wird in der Regel Kontrolluntersuchungen durchführen um das Tier zu überwachsen und gegebenenfalls Nachuntersuchungen anordnen.

Hygienische Schutzmaßnahmen, wie das Tragen von Handschuhen, häufiges Händewaschen und Desinfizieren, sollten Sie nicht vernachlässigen.

Wichtig ist auch eine intensive Reinigung der Umgebung.

Holzgegenstände sollten ausgebacken werden, empfohlen wird von Haltern 40 Minuten bei knapp 100 Grad.

Heu- und Strohnester, sowie Einstreu sollten komplett entfernt werden.

Auch wenn Sporen sich größtenteils in der Luft befinden, muss die Sporenmenge in einem Gehege mit einem Befall eingedämmt werden, ansonsten würden sich Sporen um das Millionenfache verbreiten und der Pilz würde immer wieder auftauchen.

Auch wenn Sporen schnell durch Heu oder Stroh in die Umgebung gelangen können, so wird es meistens nur für immunschwache Tiere ein Problem.

Die Immunschwäche sollte auf den Grund gegangen werden um einen späteren Befall ebenfals zu vermeiden.

Ist die Ernährung der Tiere ausgewogen und artgerecht?

Gibt es Stress in der bestehenden Gruppe oder ist gar das Gehege ungeeignet für die Haltung von Rennmäusen?

 

Sie sind unsicher ob Sie alles richtig machen?

Dann kontaktieren Sie mich.

Gerne stehe ich Ihnen bei Haltungsfragen zur Verfügung.