Tumorerkrankungen

Tumore sind bei der Mongolischen Rennmaus leider keine Seltenheit, dennoch sind sie dort weit weniger verbreitet wie bei der Ratte oder Farbmaus.

 

Unter einem Tumor versteht man jegliche Art von begrenzt wachsendem Gewebe.

Daher kann es sich bei einem Tumor auch um eine entzündliche Schwellung oder ein Ödem handeln.

 

Zysten oder Metastasen können ebenfalls auftreten.

Metastasen entstehen durch den bereits vorhandenen Tumor, hier werden Krebszellen abgelöst die dann mit dem Blut oder der Lymphe in andere Organe wandern und sich dort wieder ansiedeln und vermehren.

Zysten wiederum entstehen durch Gewebehohlräume, diese enthalten einen flüssigen Inhalt wie Gewebewasser, Eiter oder Blut.

Sorge

Entdecken Sie eine Veränderung  sollte schnellst möglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

Je früher ein Tumor erkannt wird, umso besser kann Dieser behandelt werden.

Veränderungen an der Duftdrüse

Entzündungen an der Duftdrüse sind bei Mongolischen Rennmäusen keine Seltenheit, häufig ist der Auslöser  einer Entzündung ein Tumor.

Auf dem Bauch der Mongolischen Rennmaus befindet sich eine längliche Zone, dort sitzt die sogenannte Ventraldrüse.

Im Jungtieralter sind diese Drüsen noch nicht voll entwickelt, sodass nur ein leichter Schlitz auf dem Bauch zu erkennen ist.

Ranghohe Tiere haben häufig eine sehr breite Duftdrüse.

 

Die Duftdrüse dient zur Reviermakierung und zur Wiedererkennung, denn jede Rennmaus sondert ein Sekret mit einem eigenen Geruch ab.

Rennmäuse streifen mit ihrem Bauch an Gegenstände oder dem Boden, so makieren sie ihr Territorium und Familienmitglieder.


Veränderungen an der Duftdrüse erkennen Sie an einer oft krustigen und eitrigen Drüse.

Manchmal entdeckt man bereits kleine Pickelchen / Wucherungen.

Sollte die Veränderung auch noch so klein sein, hier gilt so bald wie möglich einen Tierarzt aufzusuchen,  sollte es sich hierbei um einen Tumor handeln wird dieser sich binnen weniger Tage stark vergrößern.

Entdeckt man tumoröse Veränderungen rechzeitig können sie gut behandelt werden.

In einem meiner Fälle wurde einem Senioren mit 3 Jahren die gesamte Duftdrüse entfernt um weitere Tumorbildungen zu verhindern, es gab hinterher keinerlei Probleme, er wurde stolze 5 Jahre alt.

Schlusswort

Es gibt noch weitaus mehr Tumorbildungen, wie beispielsweise an der Gebärmutter, am Gesäuge, an der Blase, im oder am Ohr, auf die ich nun aber nicht genauer eingehen möchte.

Fakt ist jedoch das die meisten Tumore bei rechtzeitiger Erkennung gut behandelt werden können.

Ein Tumor ist also keinesfalls ein Todesurteil!

 

Wichtig ist, egal wie weit der Tumor beim Erkennen bereits fortgeschritten ist, suchen Sie bitte immer einen Tierarzt auf, denn Tumore können auch Schmerzen verursachen, oftmals versucht die Rennmaus das störende Gewebe selbst zu entfernen und verletzt sich dabei stark.