Gesundheitscheck

 

Rennmäuse zeigen optisch erst sehr spät, wenn es ihnen schlecht geht. Oftmals ist es das Verhalten, das sich verändert.

 

Je öfters du deine Rennmäuse beobachtest, umso schneller lernst du ihr normales Verhalten kennen und so fällt es dir schneller auf, wenn sie sich andersartig verhalten.

 

 

 

 

Bei Auffälligkeiten solltest du schnellstmöglich den Rat eines Tierarztes einholen. Rennmäuse haben einen schnellen Stoffwechsel und so können unbehandelte Erkrankungen, andernfalls zum Tode führen.

 

 

Suche bitte sofort einen Tierarzt auf, wenn du folgendes beobachtest:

 

·         Sehr wenig Aktivität

 

·         Plötzliche Aggressivität

 

·         Unkoordinierte Körperhaltung

 

·         Gewichtsabnahme

 

·         Aufgeplüschtes Fell

 

·         Halb geöffnete Augen und/oder angelegte Ohren

 

·         Struppiges Fell

 

·         Haarausfall

 

·         Atemgeräusche

 

·         Vermehrtes Sekret aus Augen und/oder Nase

 

·         Durchfall

 

·         Nasenausfluss oder Niesen

 

·         Verklebte Augen

 

·         Offene Wunden

 

·         Bisswunden

 

·         Kopfschiefhaltung

 

·         Auffälligkeiten an der Duftdrüse

 

·         Auffälligkeiten am Harnzipfel

 

·         Schwellungen

 


Augen

Die Augen sollten komplett geöffnet und klar sein.

 

Eine Rennmaus ist krank wenn sie nur halb geöffnete Augen oder komplett geschlossene Augen hat.

Oder wenn Diese verklebt oder verkrustet sind.


Ohren

 

Die Ohre sollten sauber und hochgestellt sein.

 

Nach hinten gelegte Ohren können Angst, oder aber Krankheit (meistens in Kombination mit halb geschlossenen Augen) bedeuten.

Verklebte Ohren könnten eine Mittelohrentzündung oder Tumor im Gehörgang sein, Beides wird bei fortschreitender Erkrankung mit einer Kopfschiefhaltung begleitet.

 


Krallen

 

Die Krallen sollte gerade gewachsen sein, Rennmäuse haben recht lange Krallen, bekannt sind sie auch unter dem Namen " Krieger mit Krallen", viel Länger als wie auf dem Bild zu sehen, sollten sie allerdings nicht sein, da es sonst zu Einwachsungen in der Haut kommen könnte.

 

Schiefe Krallen müssen, wenn es selbst nicht passiert, gekürzt werden, bestenfalls vorher von einem Tierarzt zeigen lassen, da durch zu weites kürzen Adern getroffen werden können.

 

Grade wachsende Krallen nutzen Rennmäuse am Besten an Granitplatten, Steine, Tontöpfe, Sand & Hölzer ab.


Das Fell

 

Das Fell sollte glatt am Körper anliegen, es sollte weder fettig noch struppig sein.

Ebenfalls sollten keine kahlen Stellen oder Lücken im Fell zu sehen sein.

 

Aufgeplüschtes Fell ist oft ein erstes Anzeichen für eine Erkrankung, kahle Stellen können durch ein  Milben- oder Pilzbefall entstanden sein. Ein Begleitanzeichen für einen Parasitenbefall ist oftmals häufiges Kratzen.

Häufiges Kratzen kann aber auch nach einer längeren Antibiothikagabe oder durch eine Behandlung mit einem Spot On auftreten.

Manchmal findet man kahle Stellen an Nacken oder Kopf, die durch das Putzen des Artgenossen auftreten können. Ebenfalls können kahle Stellen durch Gegenstände entstehen.

Bei Unsicherheit bestenfalls einen Tierarzt um Rat fragen.


Schwanz

 

Der Schwanz sollte bestenfalls kräftig, voll beharrt und ohne Knicke sein.

Knickschwanz ist eine erblich bedingte Missbildung, oftmals haben diese Tiere auch einen erhöhten Rücken, was auf Skoliose hindeuten kann (Verwachsung mehrere Wirbelkörper)

Dünne Schwänze können auf einen Mangel hindeuten.

 

Tipp: Der Schwanz einer Rennmaus kann abreißen, wenn Dieser in der Mitte oder Spitze festgehalten wird, Dies ist ein natürlicher Schutzmechanismus um Fressfeinden zu entkommen. Anders wie bei Reptilien, wächst Dieser bei der Rennmaus nicht mehr nach. Je nachdem wo er abreisst, kann es zu Gleichgewichtsstörungen kommen.