Krankheitsvorbeugend

Eine Erkrankung kann man genau wie bei sich selbst, nicht gänzlich verhindern.

 

Jedoch kann man durch die richtige Ernährung und Haltung sowie eine hygienische Haltung, einige Erkrankungen zumindest vorbeugen.

 

Rennmäuse sind sehr robuste Tiere, doch bei falscher Haltung und Ernährung oder durch zu viel Stress, kann die Rennmaus schnell gesundheitliche Probleme bekommen.

 


Über- und Untergewicht

Rennmäuse können bei zu starkem Über- oder Untergewicht gesundheitliche Probleme bekommen. Der kleine Organismus leidet sehr unter dem falschen Gewicht.

 

Übergewichtige Rennmäuse erkennt man an einem sogenannten Stiernacken. Tritt dieser speckige Nacken auf, sollten weniger fett- und ölhaltige Zutaten verfüttert werden,

 

Zu dünne Rennmäuse haben eingefallene Flanken. Hier sollten eventuelle Erkrankungen, wie beispielsweise ein Parasitenbefall, von einem Tierarzt abgeklärt werden.

 

Auch sollte kontrolliert werden ob es Streitigkeiten in der Gruppe gibt und es eventuell durch Stress zu einem rapiden Gewichtsverlust kommt.

 

Ist dort alles i. O. müssen mehr öl- und fetthaltige Zutaten in das Grundfutter gemischt werden.

 

Bei stark untergewichtigen Tieren sollte man mit entsprechenden Breien Päppeln. Wichtig ist aber, vorher die Ursache des Untergewichts raus zu finden. 

Hier findet ihr Rezepte für Päppelbreie <--

Atemwegsinfekte

Erkältungskrankheiten sind eines der häufigsten Erkrankungen der Rennmaus.

Erkältungen entstehen durch:

- Zugluft 

- Trockene Raumluft

- Virusinfektion 

- staubiges Einstreu

- viel Stress

- Fehlerhafte Ernährung

 

Der Standort des Rennmausgeheges sollte so untergebracht sein, das die Tiere nicht in der Zugluft stehen.

Im Winter kann man trockener Raumluft entgegen wirken, indem man täglich einmal lüftet, sowie eine Wasserschale auf die Heizung stellt oder einen Raumbefeuchter aufstellt.

Jedoch - nicht direkt neben dem Gehege stellen.

 

Virusinfektionen können vom Halter auf die Rennmaus übertragen werden. Wenn du also eine Erkältung hast, sollten deine Hände lieber aus dem Rennmausgehege bleiben, oder gründlich gewaschen werden.

Das Futter bestenfalls mit einem Löffel in das Gehege verteilen. 

 

Durch eine Mangelernährung fehlen der Rennmaus wichtige Vitamine und Mineralien.

Deshalb ist neben einem ausgewogenen Grundfutter, die Gabe von frischen Zutaten sehr wichtig. 

Kräuter haben beispielsweise eine vorbeugende Wirkung. Bei regelmäßiger Gabe stärkt es das Immunsystem.

 

Atemwegsinfekte können ebenfalls durch Staub entstehen. 

Wichtig ist daher eine regelmäßige Reinigung ( wir empfehlen alle 12 Wochen das Gehege zu reinigen)

Auch ist staubarmes Einstreu empfehlenswert. Normales Kleintiereinstreu staubt sehr schnell und kann so zu Atemwegsinfekten führen.

Tumore

Viele Rennmäuse leiden an Tumorerkrankungen.

Die bekanntesten Tumore  tauchen bei der Rennmaus an der Duftdrüse, Eierstöcke, Gebärmutter oder unter der Haut auf.

 

Entdeckt man eine Tumorerkrankung rechtzeitig, sind die Heilungschancen sehr gut.

Wichtig ist bei einer Veränderung an der Duftdrüse, Haut oder am Verhalten, direkt einen Tierarzt aufzusuchen.

 

Tumore an der Duftdrüse sehen zu Beginn oft wie ein kleiner Pickel aus. Diese werden dann schnell größer. Daher ist ein Tierarztbesuch wichtig um durch einen operativen Eingriff, den Tumor entfernen zu können.

 

Tumore sind meistens erblich bedingt. Erwirbt man eine Rennmaus bei einem Züchter, kann man vorher erfragen ob es diverse Probleme mit Tumoren in der Zuchtlinie gab.

 

Tumore können aber auch durch Schmutz in einer offenen Wunde entstehen. 

Daher sollten Einrichtungsgegenstände nicht scharfkantig sein und auch nicht splittern.



Parasitenbefall

Rennmäuse können von Endo- und Ektoparasiten befallen werden.

Milben, Würmer und  Giardien  gehören zu den häufigsten Parasiten die auftreten können.

 

Würmer wie Oxyuren und Spulwürmer können durch Fremdtiere eingeschleppt werden.
Daher ist es wichtig, sollte eine neue Rennmaus einziehen, diese vorher räumlich von den anderen Rennmäusen zu trennen (Quarantäne einhalten).

Zur Sicherheit kann man eine Kotprobe bei einem Tierarzt untersuchen lassen.

 

Auch kann ein Wurmbefall durch Frischfutter geschehen.

Daher ist es wichtig Obst und Gemüse vor der Verfütterung gründlich mit kaltem Wasser zu reinigen.

Frischfutter und Äste direkt aus der Natur sollte man unbedingt vorher gründlich abwaschen.

 

 

Bei plötzlichen Gewichtsverlust oder Durchfall, sowie häufiges Kratzen sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden. Bestenfalls nimmt man direkt eine Kotprobe mit.

 

Eine Verhinderung eines Milbenbefall ist leider nicht möglich.

Milben leben auf Stroh, Heu oder Einstreu. 

Milben kann man nur durch Hitze abtöten.

Da man weder Stroh, Heu oder Einstreu stark erhitzen kann, ist eine vorbeugende Behandlung nicht möglich.

 

Treten Beschwerden wie Juckreiz auf, liegt die Infektion oft schon lange zurück da Milben sich nicht sehr schnell vermehren.

Daher ist es schwer nachvollziehbar wann und wodurch es zu einer Infektion kam.

Bei einem Befall bitte unbedingt einen Tierarzt zu Rate ziehen. Dort erhält man entsprechende Spot On und einen Behandlungsplan für die Umgebung.

Mycoplasmose

Mycoplasmose ist ein Atemwegsinfekt.

 Diese Infektion wird durch ein Bakterium Namens Mycoplasma pulmonis ausgelöst.

 

Mycoplasmose kann durch Partikel in der Luft, sowie beim Deckakt zweier Rennmäuse übertragen werden.

Ist das Immunsystem geschwächt oder die Atemwege gereizt, kommt es zu einem Ausbruch des Erregers.

 

Manch gesunde Rennmaus hat diesen Erreger schon in sich, bei einem gesunden Immunsystem kommt es jedoch zu keinem Ausbruch. 

In der Regel wird mit ca. 1,5 Jahren eine Erkrankung festgestellt.

 

Mycoplasmose kann durch Zugluft, falsche Ernährung, Stress, schlechte Haltungsbedingungen oder andere Infektionskrankheiten ausbrechen.

 

Durch eine Behandlung mit entsprechendem Antibiotika, kann der Erreger bekämpft werden.

 

Anzeichen sind:

- häufiges niesen

- knackende Atemgeräusche

- starker rötlicher Sekretausfluss aus Nase und Augen