Quarantäne

 

Quarantäne ist immer dann wichtig, wenn man neue Rennmäuse in seinen Bestand holt.

Durch die Quarantäne schützt man seine schon vorhandenen Tiere,  vor dem Einschleppen von Krankheiten.

 

Auch Rennmäuse die augenscheinlich gesund und fit wirken, können Erkrankungen haben. 

Beispielsweise Endo- oder Ektoparasiten.

Gerade Endoparasiten (Würmer, Kokzidien und Co.) bleiben oft lange unbemerkt. 

Ektoparasiten (Milben, Flöhe) sieht man oft erst dann, wenn der Befall recht hoch ist.

Beides ist jedoch übertragbar auf alle anderen Rennmäuse!

 


Quarantänebereich

Der Quarantänebereich sollte durch räumliche Trennung vom schon vorhandenen Bestand sein.

 

Die Quarantänebehausung sowie das Inventar, sollten leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein. 

 

Wir verwenden Glasbehausungen und Inventar aus Pappe, Glas, Keramik oder Holz.

Holz nur dann, wenn man die Möglichkeit hat, Dies hinterher im Backofen zu erhitzen und somit gegebenenfalls Parasite abtöten zu können.

 

Besteht der Verdacht auf Ekdoparasiten, empfiehlt es sich, anstelle von Einstreu, Zewatücher oder Ähnliches zu verwenden. Durch das Weiß erkennt man Ekdoparasiten sehr schnell.

 

Um eine Übertragung durch Futter zu vermeiden, empfiehlt es sich zudem, zwei verschiedene Futteraufbewahrungsboxen zu verwenden!

 


Vorgehensweise

Wichtig ist, das nicht nur eine räumliche Trennung statt findet, sondern man selbst oder andere Familienmitlglieder  ebenfalls nicht als Überträger fungieren.

 

Bestenfalls verwendet man zwei Futterboxen, damit man nicht durch das Futter, den anderen Bestand ansteckt.

Auch sollte man Inventar vom Quarantänebereich, nicht unbehandelt in den anderen Bereich bringen.

 

Um selber nicht als Überträger zu fungieren, sollte man nach dem Umgang mit der Rennmaus im Quarantänebereich, die Hände und Arme gründlich  zu waschen. Oder während des Umganges Handschuhe zu tragen, die hinterher aber dennoch gründlich gereinigt werden sollten.

Ebenfalls empfiehtl es sich, die Kleidung zu wechseln.

 

Andere Haustiere oder Kinder sollten bestenfalls den Quarantänebereich meiden, denn auch hier besteht sonst eine Gefahr der Übertragung.


Gesundheitscheck

Um Endoparasiten ausschließen zu können, empfiehlt es sich, drei Tage Kot einzusammeln und Dieses bei einem Tierarzt oder von einem Labor untersuchen zu lassen.

Der Kot sollte in einem geschlossenen Gefäß bestenfalls gekühlt gelagert werden.

 

Ektoparasiten sind am Besten auf weißem Untergrund zu finden, daher empfiehlt es sich, als Einstreu Safebed oder Zewa zu verwenden.

 

In der Quarantänezeit ist es wichtig, die Rennmäuse gut zu beobachten. Sollten Veränderungen im Verhalten oder Aussehen auftreten sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.