Tierarztbesuch

Noch bevor Sie sich Rennmäuse zulegen sollte abgeklärt werden ob und welche Tierärzte in ihrer näheren Umgebung sich mit der Behandlung von Nagetieren auskennen.

Ein Tierarzt der eher Bauernhoftiere behandelt muss nicht schlecht sein, dennoch haben Diese oftmals keine Ausstattung für die Behandlung von Nagetieren.

Ein Notfall kommt immer unerwartet daher schadet es nicht, bereits vor der Anschaffung eine Telefonnummer zur Hand zu haben, die in einem Notfall nur noch gewählt werden muss.

Transportbox

Für den Tierarztbesuch eignen sich am Besten Boxen die Sie komplett von oben öffnen können, so kann das Tier leicht entnommen werden.

Gewohntes Einstreu, sowie etwas Futter sollte mit in die Box um den Transport so stressfrei wie möglich zu gestalten.

Damit die Tiere etwas abgeschirmt sind, ist es zu empfehlen die Transportbox in eine Tasche zu stellen oder ein Handtuch umzu zu legen.

Möglichst alle Tiere mitnehmen

Um hinterher Streitigkeiten zu vermeiden empfiehlt es sich alle Rennmäuse gemeinsam mitzunehmen, auch wenn aus der Gruppe nur eine Rennmaus erkrankt ist.

Bei einer längeren Trennung kommt es ansonsten zu Streitigkeiten, oftmals kann man die Tiere nicht mehr zusammen setzen.

 

Auch nach dem Tierarztbesuch sollten die Rennmäuse beobachtet werden, denn nun riecht das behandeltee Tier anders, hier kann der fremde Geruch für Aufregung sorgen

Es hilft oftmals die behandelte Rennmaus mit dem gewohnten Einstreu einmal abzurubbeln.

Sollte das Tier gejagt werden finden Sie unter dem Thema Vergesellschaftung - Was tun bei Streit, weitere Informationen.

Was fehlt der Rennmaus?

Um eine genaue Diagnose feststellen zu können sollten Sie so viel und so genaue Angaben wie möglich machen:

- Wie lange besteht die Auffälligkeit schon?

- Wie alt ist das Tier?

- Hat das Tier Gewicht verloren?

- Frisst das Tier noch?

 

                                                                          - Sieht Kot und Urin normal aus oder ist es auffällig?

                                                                          - Setzt das Tier überhaupt Kot ab?

Die Behandlung

Nachdem die Behandlung abgeschlossen wurde empfiehlt es sich alles mitzuschreiben oder aufschreiben zu lassen was der Tierarzt als angemessene Behandlung empfiehlt.

Denn oft vergisst man wichtige Dinge durch die Aufregung.

 

Sollte der Tierarzt vorher schon Medikamente verabreicht haben, erklärt er die Wirksamkeit und was für ein Medikament gegeben wurde, meistens auch den Halter.

Tut er dieses nicht, empfiehlt es sich das Medikament und die daraus resultierende Wirkung zu erfragen.

In den meisten Fällen wird ein Kontrolltermin vereinbart!

 

Sollte sich der Gesundheitszustand nach dem Tierarztbesuch verschlechtern, sollten Sie nicht länger abwarten sondern direkt wieder zum Tierarzt fahren, denn Rennmäuse bauen auf Grund ihres schnellen Stoffwechsels innerhalb weniger Stunden stark ab.

 


Kleine Anmerkung

Leider sehe ich immer wieder erschreckende Videos oder Bilder von sichtbar kranken und stark geschwächten Kleintieren auf Facebook, mit der Überschrift

" Was könnte meine Rennmaus wohl haben?"

Nun beginnen heiße Diskussionen / Vermutungen über das schon stark geschwächte Tier.

 

Facebook ist kein guter Tierarzt!

Hier können lediglich Vermutungen aufgelistet werden,

die von A bis Z reichen und somit einem kein Stück weiterbringen werden.

 

Eine genaue Diagnose kann nur ein Tierarzt erstellen!

 

Bei einer erkrankten und auffälligen Rennmaus zählt jede Minute, in der Zeit wo Bilder und Videos gemacht werden und zudem auf Antworten gewartet wird,  könnte man schon auf dem Weg zu einem Tierarzt sein oder zumindest auf der Suche nach einer geeigneten Tierarztpraxis.

 

NACH einem Tierarztbesuch kann man immer noch über den Besuch und die Vermutungen des Tierarztes diskutieren.

Bei Unsicherheiten kann dann immer noch eine Zweitmeinung bei einem anderen Tierarzt eingeholt werden.

Auch kann man bei einem Tierarzt, wenn das Kleingeld gerade nicht stimmt, eine Ratenzahlung oder Rechnung erhalten.

 

Aber BITTE ...Erst einen Tierarzt aufsuchen, dann in Onlinegruppen fragen! Nicht andersherum!