Gruppengröße

Die optimale Gruppengröße bei gleichgeschlechtlicher Haltung, besteht aus zwei Artgenossen.

Wieso dies so ist, möchte ich euch in den folgenden Zeilen erläutern.

 

In der natürlichen Umgebung leben Rennmäuse in Familienverbänden. 

Innerhalb dieser Familie pflanzt sich nur das Alphapaar fort.

Die Nachkommen bleiben bis zur Geschlechtsreife, die bei Wildmongolen mit  ca.3- 6 Monaten einsetzt, im Familienverbund.  

Danach werden sie von dem Alphapaar vertrieben und müssen sich einen eigenen Partner suchen, mit dem ein eigener Familienverband gegründet wird.

In der Natur leben Rennmäuse somit in gemischtgeschlechtlichen Gruppen, die von einem Männchen und einem Weibchen geleitet wird.

Mehr erfahrt ihr unter dem Thema "Wildlife" 

 

Bei der Haltung von einem Pärchen oder mehreren männlichen und weiblichen Rennmäusen, wird die Fortpflanzung schnell zu einem Problem.

Auch hier wird es nach der Geschlechtsreife Probleme zwischen Jungtieren und dem Aplhapaar geben.

Zudem wird es nun im schlechtesten Fall, alle 28 Tage zu neuen Nachzuchten kommen.


Kommen wir nun zu Rennmäusen in der Heimtierhaltung.

Unsere Haltungsansprüche an die Rennmaus ist somit sehr hoch, betrachtet man das leben der wilden Vorfahren.

So ist eine gleichgeschlechtliche Haltung nicht natürlich, jedoch für die Heimtierhaltung nicht anders möglich da es sonst laufend zu Nachwuchs kommen würde, den man nach Geschlechtsreife (die in der Heimtierhaltung oft bereits ab 8-10 Wochen einsetzt) aus der Gruppe nehmen müsste und gleichgeschlechtlich setzen müsste, um Inzucht zu vermeiden.

 

Eine gleichgeschlechtliche zweier Gruppe ist somit noch am  natürlichsten und bringt in der Heimtierhaltung weniger Probleme als Großgruppen des selben Geschlechtes.

Dennoch kann es auch in einer zweier Gruppe zu schwerwiegenden Streitigkeiten kommen, wo der Halter eingreifen muss!

Erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch, das auch Einzelhaltung keinesfalls eine Dauerlösung ist.

Rennmäuse sind sehr soziale und gesellige Tiere.

Kuscheln, Kommunikation, die gemeinsame Futtersuche, das Überwachen des Territoriums sind durch den Menschen nicht zu ersetzen. Jeder Halter sollte sich somit von Beginn an auch mit dem Thema Vergesellschaftung auseinandersetzen. Denn früher oder später wird Dies nötig sein.

 Nach der Tierschutzverordnung müssen Tiere sozialer Arten, wie die Rennmäuse, die Möglichkeit für angemessene Sozialkontakte haben. Das heisst konkret, dass man Rennmäuse nicht allein halten darf, sondern mit einem Artgenossen halten muss.

 

Unter Anderem ist die Zucht mit der Mongolischen Rennmaus nur dann sinnvoll wenn man sich mit der Genetik- und Vererbungslehre auskennt und sich mit den Risiken bestimmter Genmutationen intensiv befasst hat.

Durch viele sinnlose Vermehrungen ist es somit nicht sinnvoll mit Tieren ohne Stammbaum zu züchten, denn diverse Erbkrankheiten wie Tumore, Kurzlebigkeit, Epilepsie, Skoliose, Knickschwanz- Pfoten und vieles mehr sind im Umlauf und können bei falscher Zuchtpaarwahl schlimme Auswirkungen auf die Nachkommen haben.