Anzeichen

Erkennt man Spannungen in einer Rennmausgruppe rechtzeitig, kann durch frühzeitiges Handeln, schlimmeres vermieden werden.

 

Spannungen zeigen sich bei folgenden Verhaltensmustern:

 

-Gegenseitiges betrommeln

- Gegenseitiges besteigen

- Verfolgungsjagden

- Angepinkeltes Fell

- Aufplustern und quer stellen ,    sowie Schwanz schlagen.

 



Besteigen & Bepinkeln

Das Besteigen bei gleichgeschlechtlichen Rennmäusen ist ein Anzeichen von Dominanz.

Ist die Rangordnung nicht genau geregelt oder wird das dominante Tier herausgefordert, besteigen sich Rennmäuse gegenseitig.

 

Während des Beisteigen,  lassen manche Rennmäuse Urin ab um ihre Dominanz zu unterstreichen. 

Betrommeln

Das Trommeln mit den Hinterläufen ist ein Anzeichen für eine Anspannung.

Rennmäuse trommeln um ihre Artgenossen vor Fressfeinden zu warnen .

Auch trommeln sie beim Deckakt.

 

Ein gegenseitiges betrommeln bei gleichgeschlechtlichen Rennmäusen zeigt eine starke Anspannung.

Oftmals wird dabei mit dem Schwanz geschlagen. 

Hier kann es jeden Moment zu einer Konfrontation kommen.

 

Auch kann es passieren das der Halter von einer Rennmaus angetrommelt wird, dies passiert wenn die Rennmaus sich bedrängt fühlt oder ein starkes territoriales Verhalten hat.

Diese Warnung sollte man nicht unbeachtet lassen, fühlt sich das Tier weiterhin bedrängt, wird es angreifen.

 

Verfolgungsjagden

Kurze Verfolgungsjagden können vorkommen wenn ein dominantes Tier ein anderes Gruppenmitglied einschüchtern möchte, dies geht meistens ohne Rangeleien vorbei.

 

Ernsthaft  streitende Rennmäuse verfolgen sich permanent.

Der Gejagte hat oftmals Bissverletzungen am Schwanz, Schwanwurzel und dem Po.

Wenn sich das verfolgte Tier stellt, boxen die Kontrahenden mit den Vorderpfoten aufeinander ein.

Selten bleibt es nur dabei, denn meistens verbeissen sich nun beide Tiere in ein Knäul. 

 

Als Halter sollte man das gebissene Tier sofort aus der Gruppe nehmen.

In der Natur würde dieses Tier nun die Gruppe verlassen und flüchten. In der Heimtierhaltung ist Dies leider nicht möglich, so wird das Tier von seinem Artgenossen getötet. greift man als Halter nicht ein.



Plötzliche Aggressionen dem Artgenossen gegenüber  ist keine Verhaltensstörung!

Es ist ein normales Verhalten, das unter Gefangenschaftsbedingungen schneller tödlich enden kann, als in der freien Wildbahn.

Denn in Gefangenschaft besteht keine Möglichkeit zur Flucht, dies wäre bei nicht eingreifen des Halters, ein klares Todesurteil für das unterliegende Tier.

 

Nicht jede Rangelei ist von großer Bedeutung, die  meisten Rangeleiein klären sich schnell und ohne Verletzungen.

 

 

Je größer eine Gruppe ist, umso höher ist das Streitpotenzial.

Bei Erkrankung oder Tod eines dominanten Tieres, wird von devoten Rennmäusen der Rang infrage gestellt.

Hier kann es zu stärkeren Auseinandersetzungen kommen.