Jungtieraufzucht

Grundsätzlich ist Laien von der Rennmauszucht abzuraten.

Dafür gibt es mehrere Gründe.

Rennmäuse gehören zu den Tierarten die sich rasant vermehren.

Die Tragezeit beträgt gerade mal 28 Tage.

Direkt nach der Geburt ist das Weibchen wieder Aufnahmefähig. So kann es alle 4 Wochen zu Nachwuchs kommen.

Unter Anderem sind Jungtiere schon ab der 8-10 Woche geschlechtsreif und so kann es untereinander ebenfalls zu Paarungen kommen. 

Daher gehört die Vermehrung der Mongolischen Rennmaus in erfahrene Hände.

Neben Fingerspitzengefühl gehört auch eine Menge Aufwand hinzu und Wissen über die Genealogie der Elterntiere um schwere genetische Erkrankungen zu vermeiden.

Zudem ist es wichtig, selbst Kenntnis in der Genetik und Vererbungslehre zu besitzen. Nicht alle Rennmäuse kann man miteinander kreuzen. Bei falschen Genkombinationen kann es zu Todgeburten kommen oder schlimme Erkrankungen wie Epilepsie auftreten.

 

 

Möchte man dennoch gerne mal Jungtiere aufwachsen sehen, empfehle ich Kontakt zu einem professionellen Züchter aufzunehmen.

Niemals sollte man mit Tieren aus einem Zoofachhandel, aus Privathand oder Tierheimen vermehren!!!

 


Schwangerschaft und Geburt

Gesunde weibliche Rennmäuse haben bei gleichbeibender Haltung und wenig Stress,  einen regelmäßigen Zyklus.

Die Zykluslänge liegt zwischen 4-7 Tagen.

Direkt nach der Geburt beginnt der Zyklus von Vorne.

So kann es direkt nach der Geburt zu einer erneuten Schwangerschaft kommen.

Der Deckakt kann bis zu 14 Stunden andauern.

 

Die Tragezeit beträgt 23-28 Tage. 

Bei noch säugenden Weibchen, kann die Tragezeit bis zu 45 Tage andauern.

Die meisten Jungtiere werden bis zu 28 Tagen gestillt, schon ab dem 21 Tag wird langsam festes Fressen und Wasser probiert. In manchen Fällen werden Jungtiere bis zur 6.. Lebenswoche gestillt.

 

Die Wurfstärke kann 2 bis 12 Jungtieren betragen.

Ca. 48 Stunden vor der Geburt kann man ein tragendes Weibchen sehr gut erkennen. 

Von oben betrachtet hat der Körper nun eine Birnenform. Beim strecken erkennt man links und rechts Wölbungen (Siehe Foto).

Erfahrene Züchter erkennen ein tragendes Weibchen meistens schon deutlich früher.


Kurz vor der Geburt kann man Vater und Muttertier beim Nestbau beobachten.

Setzen die Wehen ein, wird das Männchen vom fertig gestellten Nest verjagt um Ruhe zu haben. 

 

Währen der Wehen streift das Weibchen mehrfach mit dem Bauch über den Boden, dabei werden die Jungtiere nach hinten gedrückt. Ist das Jungtier fassbar, wird es vom Muttertier direkt rausgezogen und beleckt um den Kreislauf in Gang zu bringen. Direkt nach der Geburt beginnen die Jungtiere nach den Zitzen zu suchen und nehmen ihre erste Milch zu sich.

 

Die Geburt verläuft meistens sehr schnell.

Die Geburtsdauer hängt von der Anzahl der Jungtiere ab und kann zwischen 30 bis 60 Minuten andauern.

 

Vor und nach der Geburt hat das Weibchen einen erhöhten Nährstoffbedarf.

Eiweiße Vitamine und Mineralien sind für den Wachstum der Jungtiere sehr wichtig.

 

Eiweiße in Form von Mehlwürmer werden gerne angenommen.

Achtung, manche Kräuter, wie Petersilie dürfen während der Tragezeit nicht verfüttert werden da sie Wehenfördernd wirken-